,,Globalisierung: Der Wettbewerbswind ist zum Sturm geworden, und der richtige Orkan steht uns noch bevor.''
Heinrich von Pierer, Chef/Generaldirektor von Siemens
Wem gelingt es heute noch beim Lesen der Zeitung oder beim Browsen im Internet dem Schlagwort Globalisierung oder Globalization zu entkommen? Wie jedes andere Modewort wurde auch der Begriff der Globalisierung überstrapaziert und in falschem Zusammenhang verwendet.
Bei Globalisierung handelt es sich nicht ausschließlich um ein wirtschaftliches Phänomen bzw. den Auslöser eines Wettbewerbssturms; Globalisierung wäre nie ohne die notwendige technische Revolution denkbar gewesen, die geographische Entfernung durch den Fortschritt von Kommunikation unbedeutend gemacht hat. Sobald Kommunikation und Technik in einem Atemzug erwähnt werden, ist fast immer das World Wide Web (WWW) gemeint.
Der abstrakt klingende Begriff globales Wirtschaftsnetz lässt leicht auf die praktische Seite der Globalisierung vergessen, nämlich dass es sich dabei in erster Linie um Kommunikation beim Austausch von Waren und Dienstleistungen handelt. Mit Hilfe einer kunstvollen Website vermittelt der Weinhändler in Frankreich die Qualität seiner Waren dem Kunden in Nordamerika, oder eine Umweltschutzorganisation verwendet das WWW, um Anliegen ihren Mitgliedern weltweit zu vermitteln. Die Kommunikation ist dann besonders wirksam, wenn ich mich in der betreffenden Muttersprache an meine Zielgruppe wende.
Was bedeutet das nun für Ihr Unternehmen?
Es gibt vier grundlegende Fragestellungen, die jedes globale Unternehmen vorweg
für sich klären sollte.
- Warum beteilige ich mich an der Globalisierung?
- Welche Märkte wähle ich aus?
- Wie wird mein Unternehmen global?
- Wer wird mein Globalisierungspartner?
- Vorweg ein paar nüchterne Fakten: Statistiken beweisen uns, dass Websurfer doppelt so lange auf einer Site verweilen, wenn diese in der jeweiligen Landessprache verfasst ist. Die Prognose für asiatische, europäische und südamerikanische Online-Märkte steht gut: sie werden sich in den kommenden vier Jahren um das Vierfache ausdehnen. Der Prozentsatz der Surfer deren Muttersprache nicht Englisch ist, wird von 42% auf 70% ansteigen. Warum sollte ein Unternehmen also nicht mit eigener Website, die in den Sprachen der Zielmärkte die Konsumenten anlockt, an der Globalisierung teilhaben?
- Unternehmen, für die E-Commerce kein Fremdwort mehr ist, können jeden Markt erreichen, der Umsatz verspricht. Riesige Märkte wie Lateinamerika oder Japan eröffnen sich nun ganz natürlich für westeuropäische Unternehmen. Was vor wenigen Jahren noch für ein Unternehmen ein logistischer Alptraum gewesen wäre, erfordert heute nur mehr einige Transaktionen am Netz. Dank der Einführung drahtloser Internetprodukte wurde Japan nicht nur auf Grund der Konsumentenzahl zu einem äußerst attraktiven, sondern auch leicht erreichbaren Marktplatz. Welche Frage - worauf warten Sie noch?
- Globalisierung kommt nicht ohne das Internet aus. Ob Sie nun Informationen zu Warengeschäften, Börsenkursen oder ganz einfach zum lokalen Wetter suchen, Sie finden sie im Internet. Es ist nicht mehr notwendig, auf die druckfrische Zeitung zu warten, Sie können die neuesten Nachrichten in „Echtzeit" erfahren. Die Online-Gemeinde wird derzeit auf rund 60 Millionen Mitglieder geschätzt, allein 6 Millionen davon stammen aus Deutschland. Laut einer Studie des Burda-Verlages wird sich diese Zahl im nächsten Jahr verdoppeln. In Österreich genießen 34% der Bevölkerung Internetzugang (Zuwachs von 100% seit 1998). Marktfähigkeit und Netzpräsenz sind nicht mehr zu trennen. Wie wäre es also denkbar, ohne das Internet auszukommen?
- Umdenken allein ist nicht genug, um bei der Globalisierung erfolgreich zu sein. Unternehmen müssen nun einen Globalisierungspartner finden, der nicht nur berät, sondern auch praktisch unterstützt.
Hier eine kurze Liste von Fragen, die Sie sich vor der Auswahl Ihres Globalisierungspartners stellen sollten:
- Verfügt mein zukünftiger Globalisierungspartner über professionell ausgebildete Übersetzer, die sich neben der Übersetzung auch um Korrekturlesen und Qualitätssicherung bemühen?
- Handelt es sich bei den Übersetzern um Muttersprachler?
- Wird das komplette Projekt (Übersetzung in mehrere Sprachen gleichzeitig, Lokalisierung der Site, Desktoppublishing, Projektmanagement) von einem Unternehmen übernommen, und werde ich ehrlich über den Verlauf des Projekts informiert?
- Werden meine Erwartungen in Hinblick auf Kundendienst erfüllt?
Können Sie oben stehende Fragen mit einem eindeutigen Ja beantworten, dann müssen Sie nicht mehr weitersuchen.
Globalisierung mag vorerst wie ein kühner Schritt ins Ungewisse wirken, doch wenn es Ihnen gelungen ist, ein Unternehmen zu finden, das Ihnen durch Konzentration auf Qualität Erfolg versprechen kann, haben Sie den Großteil der Aufgabe bereits gelöst. Wer kann da schon Nein
sagen?
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